Magenkeim Helicobacter pylori Blog

Der Keim kann sehr gut im sauren Milieu des Magens überleben: Die spiralförmigen Bakterien verfügen über bestimmte Eiweißstoffe. Mit denen setzen sie komplexe biochemische Prozesse in Gang. So kann der Keim Urease bilden. Die Urease kann den im Magen vorhandenen Harnstoff spalten - in Kohlendioxid und Ammoniak. Ammoniak legt sich wie eine Wolke, quasi wie ein Schutzanzug, um den Keim, und neutralisiert die Magensäure. Der Keim kann sich - dank des Ammoniaks - im Magen bewegen, ohne zerstört zu werden. Aufgrund seiner Spiralform und seiner Geißeln ist der Heli schnell.
Magen- und Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit – darunter leidet jeder mal. Doch was, wenn die Beschwerden anhalten? Dann sollten Sie hellhörig werden und handeln - zum Beispiel, in dem sie einen Schnelltest machen und die Ursachen abklären. Denn: Nicht immer sind falsches Essen oder Stress Schuld an den Beschwerden. Auch eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori (kurz Heli) kann dahinter stecken.