Magenkeim Helicobacter pylori Blog

Die meisten Menschen mit einer Helicobacter-Infektion haben keine Krankheitszeichen. Wenn Symptome auftreten, sind es Schmerzen im Oberbauch und Verdauungsstörungen. Ein HP-Befall verursacht fast immer eine Entzündung von Teilen oder der gesamten Magenschleimhaut, bei 10% der Infizierten bilden sich Geschwüre. Der Erreger ist die Hauptursache für diese Geschwüre: Bei etwa 90% der Patienten lässt sich HP im Geschwür nachweisen.
HP ist der Erreger einer chronischen Gastritis im Bereich des Antrums mit diffusen oberflächlichen Schleimhautulzerationen. Sehr häufig treten zusätzliche Ulzerationen im Duodeneum auf. Die Pathogenität des Erregers wird durch die Bildung eines Zytokins und einer Protease erklärt, deren Substrat die schützende Schleimschicht des Magens ist. Es wird geschätzt, dass etwa 95 % aller Ulzerationen des Duodenums und 70 bis 90 % des Magens auf den Erreger zurückgeführt werden können. Die Prävalenz von HP ist hoch. In Europa sind bis zu 40 % der Bevölkerung infiziert, in den Entwicklungsländern ist die Infektionsrate mit bis zu 80 % deutlich höher. 
Der Infektionsweg ist nicht endgültig geklärt.
Früher galt Stress als Hauptverursacher des Magengeschwürs. Heute ist der wahre Täter enttarnt: das Bakterium Helicobacter pylori. Neue Medikamente machen eine Operation oft überflüssig.
Helicobacter-pylori ist ein stäbchenförmiges, leicht gekrümmtes Bakterium, welches an seinem Ende Geißen hat. Es gelangt über den Mund in den Magen und befällt dort vor allem die Magenschleimhaut. Dort ist es vor der Magensäure geschützt. Durch die Bildung des Enzyms Urease spaltet es Ammoniak und Kohlendioxid und neutralisiert damit die saure Umgebung und schützt sich dadurch selbst vor der Magensäure.
Der Magen ist ein mit Schleimhaut ausgekleidetes Hohlorgan und vor allem für Speicher, Transport und Verdauung zuständig.
Magenkrebs ist das Ergebnis von Zellveränderungen an der Magenschleimhaut. Helicobacter pylori gilt als einer der Auslöser.
Jahrelang meinte man, dass ausschließlich Stress für die Entstehung von Magengeschwüren verantwortlich sei. Stress steigert zwar die Säureproduktion und schwächt das Immunsystem. Der Magen wird angreifbarer für Bakterien. Diese Umstände können eine Gastritis (Magenentzündung) auslösen.