Heicobacter Pylori, und was sie sonst Noch über Magen und Darm wissen sollten

Heicobacter Pylori, und was sie sonst Noch über Magen und Darm wissen sollten

 

Die Knetbewegungen des Magens, mit denen der Speisebrei durchgewalkt wird, und die Magensaftproduktion hängen eng mit dem vegetativen Nervensystem zusammen. Letzteres wiederum wird stark von unseren seelischen Stimmungen beeinflusst. So erklärt sich, dass die Befindlichkeit unseres Magens vom Zustand unserer Psyche abhängt. Wer Magenbeschwerden hat, sollte daher immer auch an seelische Ursachen denken und mit seinem behandelnden Arzt darüber sprechen. 

Damit die Nährstoffe in das Blut aufgenommen werden können, müssen sie zuerst biochemisch aufgespalten werden. Dieser Vorgang geschieht zum größten Teil im Darm.

Aus dem Magen gelangt der Nahrungsbrei in den Zwölffingerdarm. Hier gibt die Bauchspeicheldrüse ihre Verdauungssäfte ab. Sie sind reich an Enzymen, welche die Eiweiße, Zucker und Fette in ihre chemischen Bausteine zerlegen. Auch die Gallenflüssigkeit, die für die Fettverdauung besonders wichtig ist, fließt in den Zwölffingerdarm.

Im fünf bis sieben Meter langen Dünndarm werden die Zucker, Fette, Eiweiße, Vitamine und Mineralstoffe ins Blut aufgenommen. Genau genommen geschieht dies in den Darmzotten des Dünndarms, die winzige Blutgefäße enthalten. Von dort fließt das mit Nährstoffen beladene Blut weiter in kleine Venen, die schließlich in die Pfortader münden. Die Pfortader bringt das Blut zur Leber, die aus den Nährstoffen körpereigene Stoffe aufbaut.

Die Darmzotten der Dünndarmschleimhaut haben ein sehr hohes Arbeitspensum. Sie sind deshalb schnell erschöpft und werden laufend abgestoßen. So erneuert sich die innere Schicht des Dünndarms ungefähr alle zwei Tage. Die abgestoßenen Zellen zerfallen im Darm und setzen noch einmal Enzyme frei.

Ständige Bewegungen der Darmmuskulatur sorgen währenddessen dafür, dass der Nahrungsbrei immer weitertransportiert wird. Bis er im Dickdarm angelangt ist, sind die meisten verwertbaren Stoffe bereits verdaut und aufgenommen. Die Aufgabe des Dickdarms ist es dann, die übrigbleibenden Abfallprodukte auszuscheiden.

Dabei ist die Menge des Stuhlgangs davon abhängig, ob eine Mahlzeit ballaststoffreich war oder nur wenige unverdauliche Bestandteile enthielt.

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