Helicobacter pylori, der unsichtbare Feind
Helicobacter pylori verhält sich zunächst Jahre lang unauffällig, ohne dass der Betroffene etwas davon bemerkt. Aber irgendwann macht er auf sich aufmerksam. Mit seinen fadenförmigen Geißeln ist er extrem beweglich und verteilt sich über die gesamte Magenschleimhaut. Er versteckt sich in der Schleimschicht der Magenwand und heftet sich dort an Epithelzellen. Auf die Dauer reagieren die Zellen der Magenschleimhaut gereizt, sie entzünden sich, eine Gastritis ist die Folge.
Aber häufig kommt dann doch ans Tageslicht, was schon lange im Verborgenen brütet. Der Magen rebelliert in der Folge mit Schmerzen, Völlegefühl und Übelkeit. Die Gastritis kann wiederum häufig einer Vielzahl weiterer Erkrankungen den Weg bereiten, besonders dann, wenn Faktoren wie genetische Veranlagung, Rauchen oder bestimmte Medikamente hinzukommen. Etwa 95 Prozent aller Zwölffingerdarm-Geschwüre sowie 70 bis 80 Prozent aller Magengeschwüre sind das Werk von Helicobacter pylori.
Er steht auch in dringendem Verdacht, bösartige Erkrankungen wie Magenkrebs zu begünstigen oder gar auszulösen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Keim deshalb als krebserregend eingestuft. Dennoch gibt es Patienten, die trotz ihres Mitbewohners im Magen keine Beschwerden plagen und erst davon erfahren, wenn der Magen-Darm-Trakt aus anderen Gründen untersucht wird.
Heute können Mediziner mit modernen Diagnoseverfahren zweifelsfrei feststellen, ob Helicobacter pylori im Magen siedelt. Die schnellste Untersuchungsmethode ist der Selbsttest, wie der ZuhauseTEST Gesunder Magen, die sicherste danach eine Gastroskopie, die Magenspiegelung, bei der man über einen dünnen biegsamen Schlauch den Magen und Zwölffingerdarm einsehen und schmerzfrei Gewebeproben entnehmen kann.
Andere Untersuchungsmethoden wie der Atem-, Stuhl- oder Bluttest sind zwar angenehmer für den Patienten, aber über den Zustand des Magens, ob sich etwa eine Gastritis oder ein Geschwür breit gemacht hat, verraten ihre Ergebnisse nichts.