Helicobacter Schnelltest: So verschaffen Sie sich Klarheit
Helicobacter pylori
Früher galt Stress als Hauptverursacher des Magengeschwürs. Heute ist der wahre Täter entlarvt. Das Bakterium Helicobacter pylori. Neue Medikamente machen eine Operation oft überflüssig.
Grund eines Magengeschwürs
Jahrelang unterlag die Medizin einem Irrtum: Ein Magengeschwür, so die verbreitete Meinung, galt als Folge von Stress und Übersäuerung. Wer sich psychisch unter Druck fühlte, entsprechend viel Kaffee trank und ungesund ernährte, der bekam die Quittung in Form eines Magengeschwürs.
Erst Mitte der 80er Jahre entdeckten zwei Wissenschaftler den wahren Verursacher des schmerzhaften Leidens, Helicobacter pylori. Der Helicobacter löst nicht nur die Magenschleimhautentzündung als dessen Folge sich das Geschwür bilden kann, es kann auch verantwortlich für Magenkrebs sein. Für ihre Erkenntnis erhielten John Robin Warren und Barry Marshall 2005 der Nobelpreis in Medizin.
Symptome
Ein unangenehmes Völlegefühl nach dem Essen, Sodbrennen oder dumpfe und bohrende Schmerzen im Magenbereich sind typische Anzeichen für eine Magenschleimhautentzündung, für die Vorstufe eines Magengeschwürs, aber auch für das Magengeschwür selbst.
Häufigkeit
Ungefähr ein Prozent der Bevölkerung, das sind ca. 800 000 Menschen, leiden an einem Magengeschwür. In Deutschland kommen pro Jahr rund 40 000 neue Fälle hinzu. „Wer keine Symptome hat, sollte sich nicht in falscher Sicherheit wiegen“, erklärt Lisa Jüngst. Die Diagnostik Experten vertreibt den Selbsttest ZuhauseTEST Gesunder Magen, der in zehn Minuten zuhause angewandt wird und das Bakterium aufspürt. Mehr als ein Drittel der Betroffenen bei einer Helicobacter pylori Infektion hätten keine Beschwerden, dennoch erste Anzeichen von Geschwüren. Diese würden in den meisten Fällen leider erst entdeckt, wenn ernste Komplikationen auftreten.