Komplikationen einer Helicobacter Infektion

Komplikationen einer Helicobacter Infektion

Rund 80 Prozent der Helicobacter pylori Infektionen verlaufen ohne Komplikationen. Viele haben eine Gastritis und merken es gar nicht. Bei etwa 15 Prozent der Helicobacter pylori Infizierten kommt es irgendwann zu einem Geschwür, einem sogenannten Ulcus. Bei einem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür sind tiefere Schichten in der Magenschleimhaut geschädigt als bei einer Gastritis.

Geschwüre

Umgekehrt ist Helicobacter pylori der entscheidende Faktor für die Entwicklung eines Zwölffingerdarmgeschwürs. Gut 90 Prozent derer, die ein solches Geschwür haben, sind Helicobacter pylori positiv. Beim Magengeschwür ist in 70 Prozent der Fälle eine Helicobacter pylori Infektion nachweisbar. Mögliche Komplikation eines Geschwürs ist eine Blutung. Der Patient kann dadurch, teilweise sogar unbemerkt, eine Menge Blut verlieren. Das ist eine Notfallsituation, der Patient muss sofort behandelt werden.

Warum einige Menschen ein Geschwür bekommen und andere nicht, ist noch nicht genau erforscht. Fest steht, es gibt verschiedene Stämme von Helicobacter pylori Bakterien und die sind unterschiedlich aggressiv. Auch scheint das Immunsystem des Patienten eine Rolle dabei zu spielen, ob man ein Ulcus entwickelt. Andere Risikofaktoren sind Nikotin, Alkohol und die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure, Diclofenac oder Ibuprofen. Auch Kortison kann die Magenschleimhaut zusätzlich angreifen. All das kann die Bildung eines Geschwürs begünstigen.

Komplikationen

Eine weitere mögliche Komplikation einer Helicobacter pylori Infektion ist die Bildung eines Magenlymphoms, eine spezielle Form von Magenkrebs. Ein Helicobacter pyloriInfizierter hat ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko, an einem Magenkarzinom zu erkranken.

Weitere mögliche Komplikationen einer Helicobacter pylori Infektion sind ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko, an Magenkrebs zu erkranken, und ein vierfach erhöhtes Risiko, ein Magenlymphom zu entwickeln, auf dem Boden der andauernden Immunstimulation.

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