Magen-Darm-Krankheiten: Colitis ulcerosa
Colitis ulcerosa
Die Colitis ulcerosa gehört mit dem Morbus Crohn zu den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Im Gegensatz zum Morbus Crohn betrifft die Colitis ulcerosa nicht den gesamten Magen-Darm-Trakt, sondern das Colon, den mittleren Abschnitt des Dickdarms. Bei der Colitis ulcerosa handelt es sich nicht um eine ernährungsbedingte Erkrankung. Die Diagnose wird im Rahmen einer Spiegelung des Colons mit Gewebeprobe, Biopsie, gestellt.
Verlauf und Therapie
Die Erkrankung wird in der Regel mit Medikamenten behandelt. Die Ernährungstherapie hat den Effekt, anders als beim Vorliegen eines Morbus Crohns, Mangelerscheinungen auszugleichen und Unverträglichkeitsreaktion zu vermeiden. Viele Patienten mit Colitis ulcerosa können Milch und Milchprodukte schlecht vertragen. Im Rahmen der Ernährungstherapie ist es sinnvoll, Probiotika, Quellstoffe und Omega-3-Fettsäuren sowie Zink einzusetzen. Der Verlauf der Erkrankung ist von akuten Entzündungsschüben und symptomfreien Intervallen gekennzeichnet. Im Rahmen der Therapie eines akuten Entzündungsschubes werden Medikamente gegeben und das Colon durch eine enterale- oder parenterale Ernährung entlastet. Danach kommt es zu einem Kostaufbau, der in einer gesunden ausgewogenen Ernährungsweise mündet. Die Colitis ulcerosa wird nicht mit einer Helicobacter pylori Infektion in Verbindung gebracht.