Kinderwunsch Glossar

A

Agglutination

Begriff dafür, dass bewegliche Spermien aneinander kleben. Akupunktur

Als Teilgebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), bei dem Nadeln in von der Lehre vorgegebene Punkte gestochen werden, kann die Akupunktur Männern mit gestörter Spermienproduktion helfen. Dies erfordert jedoch Geduld, da erste Fortschritte meist erst nach mehreren Monaten sichtbar werden.

Akrosom

von griech. akron (äußerst) und soma (Körper) - bzw. die Kopfkappe des Spermiums.

Akzessorische Geschlechtsdrüsen

Drüsen, die entlang des Genitaltrakts ausgebildet sind. Sie sind somit zusätzlich zu den eigentlichen Geschlechtsdrüsen (Hoden und Eierstöcken) zu erwähnen.

Alkohol

Ein Hauptfaktor bei der Unfruchtbarkeit des Mannes ist die Qualität der Spermien. Diese wiederum wird maßgeblich durch zu viel Alkohol- oder Nikotinkonsum negativ beeinflusst. Beim Mann bewirkt Alkohol ab einer Menge von zwei Gläsern Wein oder einer Flasche Bier eine Verringerung der Menge an Sperma und gleichzeitig des Prozentsatzes von normalen Spermien um bis zu 34%. Dies wird durch die von Ethanol erzeugte Reduktion der Testosteronproduktion beim Mann begründet. Die Aufnahme größerer Mengen kann bis zur Hoden-Atrophie (Gewebeschwund am Hoden) führen. Alkoholkonsum führt zwar zu einer Enthemmung, speziell bei Männern aber auch zu einer Steigerung der Libido. Parallel dazu verringert sich allerdings ab etwa 0,4‰ die Erektionsfähigkeit bis hin zur völligen erektilen Dysfunktion (Erektionsstörung).

Alter

Das Alter muss den Männern im Bezug auf ihre Fruchtbarkeit nicht allzu viel Sorgen bereiten wie den Frauen, denn Männer bleiben bis ins hohe Alter zeugungsfähig. Ab 40 nimmt die Qualität der Spermien zwar kontinuierlich ab, aber es kommt im Vergleich zu den Frauen zu keiner Unfruchtbarkeit.

Anti-Spermien-Antikörper

Proteine, die Spermien umhüllen und an den Zervixschleim binden, sodass die Spermien sich nicht zur Befruchtung in Richtung Eizelle bewegen können. Dies ist oft der Grund für eine erfolglose IVF. Manche Antikörper sind zytotoxisch.

C

Chlamydien

bilden eine Familie der Bakterien. Sie können eine Vielzahl von Lebewesen infizieren, auch den Menschen. Chlamydien lösen hier insbesondere Erkrankungen der Schleimhäute im Augen-, Atemwegs- und Genitalbereich aus mit teilweise schwerwiegenden Folgen wie Erblindung oder Unfruchtbarkeit. Chlamydien sind einer der häufigsten Verursacher sexuell übertragener Erkrankungen weltweit und können unbehandelt zu Eileiterschwangerschaften, Frühgeburt, Unfruchtbarkeit oder Arthritis führen. Es gibt auch Hinweise darauf, dass eine bestehende Chlamydieninfektion die Ansteckung mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, einschließlich der Infektion mit HIV, bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr erleichtern kann. Infektionen durch Chlamydien können sich bei beiden Geschlechtern durch Ausfluss im Genitalbereich und Schmerzen beim Wasserlassen äußern. Bei 80% der infizierten Menschen treten jedoch keine Symptome auf, diese Menschen fungieren also als Überträger.

D

Drogen

Drogen wie Cannabis haben neben Alkohol ebenfalls einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit des Mannes. Durch regelmäßigen Drogenkonsum wird die Spermienzahl reduziert und der Anteil der missgebildeten Spermien erhöht.

E

Ejakularche

ist der medizinische Fachausdruck für den erstmaligen Samenerguss (Ejakulation) bei einem heranwachsenden männlichen Kind bzw. Jugendlichen. Da der Begriff Ejakulation heute überwiegend als Samenerguss definiert ist und unter Ejakulat nunmehr eine Sperma genannte Flüssigkeit mit Spermien und Sekreten verstanden wird, kann eine Ejakularche nach dieser Definition erst nach dem Beginn der Spermienproduktion (Spermarche) entweder bei einem durch eine sexuelle Aktivität ausgelösten Orgasmus oder bei einer erstmaligen Pollution (Polluarche/Pollarche) auftreten. Die Ejakularche zeigt nach dieser Begriffsdefinition – wie auch in erster Linie die Spermarche und im weiteren Sinne die Polluarche – den Beginn der Geschlechtsreife an.

Ejakulat

den durch einen Orgasmus verursachten „Erguss“ eines männlichen Heranwachsenden oder geschlechtsreifen Mannes entweder mit oder gegebenenfalls auch ohne Anwesenheit von Spermien.

Ejakulation

ist ein physiologischer Vorgang, der zum stoßweise Herausspritzen des Spermas führt. Auslöser einer Ejakulation sind sexuelle Reize, typischerweise durch Masturbation oder Geschlechtsverkehr, die eine unwillkürliche Reflexkette in Gang setzen. Durch rhythmische Kontraktionen der Muskulatur des Samenleiters, der Samenblase, der Schwellkörper und des Beckenbodens wird das Sperma stoßweise aus dem Penis freigesetzt. Die Ejakulation von Sperma im Schlaf nennt man auch Pollution.

F

FSH

follikelstimulierendes Hormon, regt Spermatozyten (primäre Spermienzellen in den Samenkanälchen) an, sich zu teilen und zu Spermatiden zu entwickeln. Spermatiden wachsen hier 72 Tage lang heran und werden von den Sertoli-Zellen an den Innenwänden der Samenkanälchen ernährt.

G

GnRH

Gonadotropin Releasing Hormon – weitere Bezeichnungen: Gonadoliberin, luteinisierendes Hormon Releasing-Hormon (LH-RH), follikelstimulierendes Hormon Releasing-Hormon (FH-RH). Regt die Hirnanhangdrüse an, FSH und LH auszuschütten. So können ständig Spermienzellen produziert werden und heranreifen. 

H

Hypothalamus

bedeutsamer Abschnitt des Zwischenhirns unter anderem zuständig für Steuerung des Sexual- und Fortpflanzungsverhaltens. Setzt alle 60-90 Minuten das GnRH (Gonadotropin Releasing Hormon) frei.

Hormone

Beim Mann kann die Fruchtbarkeit auch durch eine Hormonstörung beeinflusst werden. Es ist jedoch nur selten möglich, diese durch eine Hormontherapie zu beheben. So kann beispielsweise eine Unterfunktion des Hodens, die durch einen Mangel an bestimmten Hormonen ausgelöst wird, durch Hormonzufuhr von außen behandelt werden. Die meisten anderen Störungen im Hormongleichgewicht, die die Zeugungsfähigkeit beeinträchtigen, sind aber medikamentös nicht behandelbar. Die Zufuhr bestimmter Hormone wie Testosteron zum Muskelaufbau bewirkt sogar eine negative Beeinflussung der Fruchtbarkeit, da durch die Hormongabe von außen die körpereigene Hormonproduktion reduziert oder ganz eingestellt wird.

I

Insemination

jede Übertragung des männlichen Samens in den Genitaltrakt der Frau, die nicht über den Weg der Kopulation (geschlechtliche Vereinigung von Mann und Frau) erfolgt. Hierbei kann es zu einer Befruchtung kommen oder auch nicht. Insemination ist die gängigste Methode zur künstlichen Befruchtung. In Deutschland wird bei verheirateten Paaren oder heterosexuellen Partnern in einer stabilen Partnerschaft die juristisch unbedenkliche Insemination durch das Sperma des Ehemannes oder Partners in einer fest gefügten Partnerschaft, die homologe Insemination, von der Übertragung des Samens eines anderen Mannes, der heterologen Insemination, unterschieden. Insemination kommt vor allem zur Anwendung, wenn die Beweglichkeit der Spermien eingeschränkt ist und sie den Weg bis zur Eizelle von alleine nicht schaffen, oder wenn die Qualität der Spermien so schlecht ist, dass es nötig ist, diese erst aufzubereiten, um die schlechten Spermien herauszufiltern.

L

LH

Luteinisierendes Hormon, regt die Leydig-Zellen in den Hoden an, Testosteron zu produzieren. Innerhalb eines Monats produziert ein Mann ebenso viel LH wie FSH.

Leydig-Zellen

Zelltyp im Interstitium (Stroma, Zellzwischengewebe) des Hodens. Nach ihrem Entdecker Franz von Leydig benannt. Leydig-Zellen produzieren Testosteron.

M

Masturbation

Stimulation der Geschlechtsorgane, die in der Regel zum Orgasmus führt. Dabei können auch verschiedene Hilfsmittel zum Einsatz kommen. Im häufigsten Fall handelt es sich bei der Masturbation um eine geschlechtliche Selbstbefriedigung. Eine Masturbation kann jedoch auch an und durch andere Personen ausgeführt werden. Neben der häufigsten Form der Masturbation durch die Benutzung der Hand als Stimulationswerkzeug gibt es auch verschiedene Sexspielzeuge und Masturbationshilfen, die zur Unterstützung der Masturbation eingesetzt werden können. Die Masturbation stellt gemeinsam mit dem Geschlechtsverkehr die häufigste Form sexueller Aktivitäten dar.

N

Nebenhoden

ein dem Hoden aufliegendes Geschlechtsorgan, das hauptsächlich aus dem auf engstem Raum stark gewundenen, insgesamt 4 bis 6 m langen Nebenhodengang besteht. Jeder Nebenhoden steht mit dem zugehörigen Hoden in Verbindung, dient der Reifung und Lagerung der vom Hoden produzierten Samenzellen und geht in den Samenleiter über.

O

Orgasmus

ist der Höhepunkt des sexuellen Lusterlebens, der üblicherweise beim Geschlechtsverkehr oder der Masturbation eintreten kann. Kurz vor dem Orgasmus steigert sich die Durchblutung der Geschlechtsorgane bis zum Maximum, während des Höhepunkts kommt es im Genitalbereich zu rhythmischen unwillkürlichen Muskelkontraktionen, in denen sich die sexuelle Spannung entlädt. Anschließend erfolgt meist eine Entspannung des Genitalbereichs, oft auch des gesamten Körpers. Beim Mann kommt es in der Regel während des Orgasmus zur Ejakulation.

P

Pollution

ist ein unwillkürlicher Samenerguss, ausgelöst durch einen unbewussten Orgasmus, der ohne aktives Zutun und ohne Wachbewusstsein bei Männern und männlichen Jugendlichen ab der Pubertät während des Schlafes auftreten kann. Da dieses Ereignis hauptsächlich während eines Nachtschlafes vorkommt, wird auch von einem nächtlichen Samenerguss oder umgangssprachlich auch von einem feuchten Traum gesprochen. Ein unwillkürlicher Samenerguss während des Schlafes wird oft nur durch Flecken in der Bettbekleidung oder der Bettwäsche erkannt. Das in die deutsche Sprache eingebürgerte Fremdwort Pollution ist aus dem Lateinischen Wort polluere für „beflecken, beschmutzen, verunreinigen“ abgeleitet und die im deutschen Sprachraum verwendete medizinische Fachbezeichnung.

S

Samen

Samenzellen (Spermium)

Samenblase

oder Bläschendrüse ist eine beim Mann paarig angelegte akzessorische Geschlechtsdrüse, die über ihren Ausführgang jeweils zusammen mit dem gleichseitigen Samenleiter in die Harnröhre mündet. Da in ihr – entgegen früheren Annahmen – keine Speicherung der Spermien stattfindet, ist die Bezeichnung „Bläschendrüse“ vorzuziehen.

Samenleiter

verbindet den Nebenhoden mit der Harnröhre und dient der Weiterleitung der Spermien. Der Samenleiter durchzieht, vom Nebenhoden kommend, zunächst den Leistenkanal und läuft dann an der Harnblase entlang, nimmt den Ausführungsgang der Bläschendrüse (Samenblase) auf und mündet dann in die Harnröhre. Die chirurgische Unterbindung des Samenleiters nennt man Vasektomie und führt zur Unfruchtbarkeit.

Sertoli-Zellen

spezielle teilungsfähige Zellen des Hodengewebes, die die Hodenkanälchen gegenüber den Blutgefäßen abschirmen. Sie dienen als Stützzellen der Hodenkanälchen und bilden die so genannte Blut-Hoden-Schranke, die die sich entwickelnden Spermien vor dem körpereigenen Immunsystem und vor Giften schützt.

Sperma

ist die Samenflüssigkeit männlicher Tiere und Menschen. Es setzt sich aus Spermien, Epithelzellen der Hodenkanälchen und einer Sekretflüssigkeit zusammen, die als Seminalplasma oder Samenplasma bezeichnet wird. Sperma wird beim männlichen Orgasmus etwa ab Mitte der Pubertät, nachdem die Hoden mit der Spermienproduktion begonnen haben (Spermarche), durch den Penis ausgestoßen (Ejakularche). Beim Vaginalverkehr kann es durch den Kontakt von Sperma mit einer Eizelle zur Befruchtung kommen.

Spermarche

ist der medizinische Fachausdruck für den Beginn der Spermienproduktion in den Hoden eines heranwachsenden männlichen Jugendlichen während der Pubertät, damit zugleich für den Zeitraum des ersten Samenergusses (Ejakularche) und dem Beginn der Geschlechtsreife. Oft wird der Begriff im Grunde unpräzise mit dem erstmaligen Samenerguss gleichgesetzt.

Spermatiden

junge noch schwanzlose Spermien

Spermium

ausgereifte Samenzelle mit Kopf (enthält genetische Material-Chromosomen), Akrosom, Mittelstück (zur Produktion der Energie für die Fortbewegung) und Schwanz. Ein Spermium ist eine Form von Keimzelle, nämlich eine zu eigenständiger Bewegung fähige männliche Keimzelle, die der Befruchtung der weiblichen Keimzelle, der Eizelle, dient. Spermien werden von einem Individuum meistens in großer Zahl produziert und sind wesentlich kleiner als die zu befruchtende Eizelle, weil sie im Gegensatz zur Eizelle keine größeren Plasmamengen und dotterhaltige Nährstoffe enthalten. Männliche Keimzellen, die nicht zu eigenständiger Bewegung fähig sind, werden als Spermatien (Singular: Spermatium) bezeichnet. Abzugrenzen ist der Begriff „Spermium“ vom Begriff Sperma, das aus der Samenflüssigkeit (dem Samenplasma) mit den darin enthaltenen Spermien und etlichen Epithelzellen der Hodenkanälchen besteht.

T

Testosteron

wichtiges Sexualhormon (Androgen). Testosteron wird zu den Samenkanälchen transportiert. Hier bewirkt es die Reifung der Spermatiden zu Spermien. Darüber hinaus bewirkt Testosteron bei männlichen Individuen in der Pubertät die Entwicklung des Penis, Hodensacks, der akzessorischen Geschlechtsdrüsen und der sekundären Geschlechtsmerkmale und sorgt bei Erwachsenen für die Aufrechterhaltung dieser Merkmale.

Z

Zervixschleim

Schleim in der Zervix (Gebärmutterhals; Verbindung von Vagina zu Gebärmutter), der beschädigte Spermien aufhält. So wird sichergestellt, dass nur gesunde Spermien in den Eileiter gelangen.

zytotoxisch

Zytotoxische Antikörper zerstören Spermien

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