Die weibliche Fruchtbarkeit

Fruchtbarkeit

Die Menopause tritt bei europäischen Frauen im Durchschnitt mit 52 Jahren ein. Vor 20 Jahren war dies schon mit 45. Doch auch vor der Menopause sind Frauen nicht über Jahrzehnte hinweg gleichmäßig fruchtbar. Mit zunehmendem Alter nimmt die Qualität der Eizellen ab. Am höchsten ist die weibliche Fruchtbarkeit zwischen 20 und 25 Jahren, danach sinkt sie - ab 30 besonders rapide. Mit 35 ist eine Frau nur noch halb so empfängnisbereit wie mit 25, mit 40 ist die Fruchtbarkeit dann noch einmal auf die Hälfte gesunken. 

In Prozenten ausgedrückt: Mit 25 hat Frau pro Zyklus noch eine etwa 30-prozentige Chance, innerhalb eines Jahres bei regelmäßigem Sex schwanger zu werden, mit 35 ist diese bereits um zehn Prozentpunkte auf 20 Prozent gesunken und mit 40 beträgt die Chance nur noch fünf Prozent. 

Das sind natürlich alles nur Durchschnittswerte. Es gibt Frauen, die noch mit 40 problemlos schwanger werden und solche, die schon mit 25 Jahren unfruchtbar sind. Abhängig ist die individuelle Fruchtbarkeit vor allem von den Genen und dem Lebenswandel. Genussgifte wie Nikotin und Alkohol wirken sich zum Beispiel negativ aus: Raucherinnen kommen früher in die Wechseljahre als Nichtraucherinnen. 

Beeinflussung der Fruchtbarkeit

Infektionen, Medikamente, Doping, übermäßiger Stress, starker Leistungssport sowie exzessives Über- und Untergewicht seien ebenfalls Faktoren, die die Fruchtbarkeit einschränken könnten. Frauen, die bereits mehrere Kinder geboren haben, kommen statistisch gesehen später in die Wechseljahre. 

Alterungsprozess

Doch auch durch einen extrem gesunden und gebäraktiven Lebenswandel kann der normale Alterungsprozess der Zellen natürlich nicht verhindert werden: Die Eizellen sind giftigen Einflüssen ausgesetzt und werden von der natürlich vorkommenden Radioaktivität geschädigt. Mit zunehmendem Lebensalter weisen sie deshalb immer mehr Schäden auf, zum Beispiel eine Fehlverteilung der Chromosomen. Das erschwert eine Zeugung und erhöht die Wahrscheinlichkeit für ein behindertes Kind. 

Die abnehmende Fruchtbarkeit jenseits der 30 hat also nichts mit der schwindenden Menge an Eizellen zu tun, sondern ist dadurch bedingt, dass diese irreparable Schäden aufweisen. 

Anti Baby Pille

An dem Gerücht, hormonelle Verhütungsmittel, wie die Anti Baby Pille, die den Eisprung unterdrücken, könnten zu einer Verlängerung der Fruchtbarkeit führen, weil sie Eizellen "aufsparten", ist deshalb nichts dran. Frauen, die lange Jahre zum Beispiel die Pille geschluckt haben, kommen nicht später in die Wechseljahre als andere. Natürlich kann eine Frau, die beispielsweise bis in ein Alter von 55 Jahren die Pille schluckt, noch regelmäßig ihre Periode bekommen mit Fruchtbarkeit hat das aber nichts zu tun.

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