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So kochen und backen Sie richtig bei einer Glutenallergie

Bei einer Glutenallergie gibt es einige Faktoren, die man beim Backen und Kochen bedenken sollte. Doch worauf genau ist zu achten?

Richtige Trennung von Arbeitsgeräten

Verwenden Sie zum Backen separate Backformen, Backbleche und Backpinsel. Kennzeichnen Sie die Arbeitsgeräte für die Zubereitung für die glutenfreien Lebensmittel gut sichtbar und lagern Sie diese gegebenenfalls in einem eigenen Schrank oder dichten Boxen, um Verwechslungen zu vermeiden. Denken Sie bei Aufschnittmaschinen (Brot, Wurst, Käse) bei unsachgemäßer Reinigung an eine mögliche Belastung und verwenden Sie zum Toasten einen separaten Toaster. 

Verwenden Sie aufgrund der unzureichenden Reinigungsmöglichkeiten keine Arbeitsgeräte aus Holz. Benutzen Sie zum Mahlen von Getreide nur Mühlen, mit denen ausschließlich glutenfreies Getreide gemahlen wird. Wenn Sie eine neue Getreidemühle kaufen, so weisen Sie darauf hin, dass die Mühle glutenfrei eingemahlen werden muss. 

Wenn Sie "cleane" und getreidehaltige Lebensmittel parallel zubereiten und garen, dann servieren Sie diese grundsätzlich getrennt (Fleisch in der Pfanne anbraten, Nudeln garen, Lebensmittel frittieren etc.). Nutzen Sie nie das gleiche Gerät für zwei Lebensmittel. Achten Sie bei Tisch darauf, dass zum Schöpfen und Servieren nicht die gleichen Kellen oder Löffel verwendet werden. Das gleiche gilt auch beim Kochen oder Umrühren.

Glutenfreie Lebensmittel

Glutenfrei ist grundsätzlich unverarbeitetes, frisches Obst und Gemüse, Tiefkühlobst und Tiefkühlgemüse ohne jegliche weitere Zusätze und Konserven, in deren Zutatenliste nur die Obst- und Gemüsesorten, Wasser, Zucker, Glukosesirup bzw. Salz aufgeführt sind. Glutenfrei sind unverarbeitete Nusssorten, Mandeln, Leinsamen, Mohn, Sesam, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne und Pinienkerne. Aber: Glutenzusätze sind möglich bei kandierten Erzeugnissen wie gebrannten Mandeln, Mohn- und Nussbackmischungen oder Studentenfutter.

Lebensmittel mit Glutenzusatz

Glutenzusätze sind außerdem möglich bei Konserven mit Aroma- und Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern, Säuerungsmitteln, Gewürzen und vor allem Lightprodukten. Tiefkühlobst mit Süßstoff gesüßt, Tiefkühlgemüse mit Geschmackszutaten oder Bindemitteln sind bedenklich. Außerdem könnte Gluten enthalten sein in kandierten Früchte, Äpfeln mit Zuckerglasur und Trockenfrüchten, die über bemehlte Förderbänder gelaufen sind.

Arzneimittel, Kosmetika sowie Produkte für die Mund- und Zahnpflege können ebenso Gluten enthalten. Darum sollte man bei Arzneimitteln ganz genau auf den Beipackzettel achten.