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Was fördert die Zeugungsfähigkeit des Mannes und was schadet ihr?

Kleidung

Die Kleidung wirkt sich auf die Hodentemperatur des Mannes ausAus gutem Grund befinden sich die Hoden außerhalb des restlichen Körpers. Für die Produktion von gesunden Spermien ist eine Temperatur zwischen 33 und 35 Grad optimal, was etwas unter der des Körperkerns von 37 Grad liegt. Aus diesem Grund werden die Spermien außerhalb des Körperkerns im Hodensack produziert. Steigt die Temperatur nur leicht an, z.B. durch zu enge Kleidung, werden keine gesunden Spermien mehr gebildet. Zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Spermaproduktion ist es also wichtig, dass die Hoden nicht zu warm werden. Bei der Bekleidung ist deshalb darauf zu achten, dass keine zu engen Hosen, z.B. enge Jeans, getragen werden. 

Rauchen

Rauchen reduziert die Fruchtbarkeit von Männern erheblich. Sowohl die Menge der Spermien, ihre Beweglichkeit als auch die Anzahl der gesunden Spermien sinken deutlich. Durch das Einstellen des Rauchens kann die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Befruchtung um ca. 30 Prozent gesteigert werden. 

Gewicht

Bei Untergewicht, aber auch bei Übergewicht wird die Qualität des Spermas reduziert.

Ernährung

Soja und Sojaprodukte enthalten pflanzliche Östrogene (weibliche Geschlechtshormone) und sollten deshalb nicht in großen Mengen von Männern konsumiert werden, die Wert auf ihre Fruchtbarkeit legen. Größere Mengen Alkohol, z.B. über 1 Liter Bier oder 0,5 Liter Wein am Tag, senkt die Fruchtbarkeit. Vitamin C, E, B6, B12, Folsäure, Zink und Omega-3-Fettsäuren sollten ausreichend in der Nahrung enthalten sein. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung stellt dies sicher und fördert so die Fruchtbarkeit. Eine alleinige Zuführung dieser Vitamine und Mineralstoffe durch Tabletten ist weniger Erfolg versprechend. 

Umwelteinflüsse

Durch die massive Verbreitung der Anti-Baby-Pille gelangen Östrogene in das Trinkwasser. Auch PCB (Polychlorierte Biphenyle = Weichmacher im Plastik), Insektizide (z.B. DDT) und andere Umweltgifte können die Fruchtbarkeit senken. Die Belastung durch Umweltgifte sollte so weit wie möglich langfristig reduziert werden. 

Sport

Sport und körperliche Fitness ist gut für die Qualität der Spermien. Durch das Training wird neben der allgemeine Gesundheit auch der Testosteronspiegel erhöht. Lediglich bei extremen Ausdauersportlern sinkt der Testosteronspiegel, die Libido und die Qualität der Spermien. Hormonpräparate zur Steigerung des Muskelwachstums können erheblich die Produktion von Spermien reduzieren, da häufig die Hoden aufgrund der externen Testosteronzufuhr ihre eigene Testosteronproduktion einstellen. 

Viel Sitzen

Berufskraftfahrer, die täglich viele Stunden Auto fahren erhöhen durch ihre Sitzposition ihre Hodentemperatur. Dies wirkt sich negativ auf die Produktion der Spermien aus. Dies gilt besonders bei häufiger und langer Verwendung der Sitzheizung. Auch Männer, die viel sitzen, sollten von Zeit zu Zeit ihre Sitzposition ändern und nicht dauerhaft ihre Oberschenkel geschlossen halten. 

Sex

Sperma wird nicht besser, wenn man es aufspart. Lange Abstinenz reduziert die Qualität der Spermien. 

Stress

Dauerstress reduziert die Fruchtbarkeit der Spermien. Dies ist evolutionär so festgelegt worden. Häufiger Stress deutete früher auf Lebensbedingungen hin, in denen die Überlebenswahrscheinlichkeit für Kinder gering war. Daher reduziert sich die Fruchtbarkeit bei häufig auftretendem Stress. Stressvermeidung, Entspannungstraining und Urlaub können die Fruchtbarkeit erheblich erhöhen.

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