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Weizenallergie: Das müssen sie beim Kochen und Backen bedenken

Glutenfrei Backen

Die Verarbeitung glutenfreier Mehle unterscheidet sich in einigen Punkten von der mit herkömmlichen Mehlen: reine Stärke benötigt viel mehr Flüssigkeit als Mehl und der Teig braucht mehr Zeit zum Quellen der Stärke. Ausserdem bleibt Teig aus glutenfreien Mehlen beim Ausrollen eher kleben - deshalb die Arbeitsfläche mit einer Mischung aus Maismehl und -stärke bestreuen. Auch klebt der Teig in der Kuchenform oft fest, daher zum Auspinseln der Form reichlich flüssige Butter verwenden oder großzügig mit Nüssen ausstreuen. Ja richtig: Mit kleinen Nuss-Stückchen. Back- und Kochrezepte gibt es mittlerweile reichlich im Internet. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Ernährungsgestaltung beim Kind

Sowohl für die Eltern von an Zöliakie erkrankten Kindern als auch für erwachsene Patienten stellt die Diagnose der Krankheit zunächst einen großen Einschnitt dar, da eine komplett neue Ernährungsweise erlernt und strikt eingehalten werden muss. Anfangs besteht Unsicherheit bezüglich der Lebensmittelauswahl und der optimalen Versorgung mit lebensnotwendigen Nährstoffen und die Angst vor dem Verlust an Lebensqualität.

Durch ein intensives Gespräch (Schulung) mit einer Ernährungsfachkraft sowie mit einem kompetenten Mediziner können die ersten Ängste schon beseitigt werden. So ist es wichtig zu wissen, dass alles, was ein Zöliakiebetroffener aus der Nahrung ausschließen muss, nicht zum Leben oder einer gesunden Ernährung notwendig ist. Ein großer Teil der Menschen lebt ohnehin glutenfrei, weil ihr Grundnahrungsmittel Reis ist.

Besonders bei Kindern muss darauf geachtet werden, dass sie durch ihre besondere Ernährung nicht in eine unangenehme Außenseiterrolle gedrängt werden. Deshalb ist ein unkomplizierter und nüchterner Umgang mit der Krankheit von Vorteil. Ehrlichkeit gegenüber dem Kind ist angebracht, wobei der Krankheit und dem Kind zwar Respekt entgegengebracht, das Kind aber nicht in eine Sonderstellung gehoben werden sollte.

Das Gespräch über die Diäteinhaltung sollte ohne großes Bedauern geführt werden, so dass das Kind ein unbelastetes Verhältnis zur Krankheit entwickeln kann. Bei Geburtstagsfeiern mit Freunden sollte dem Kind glutenfreies Gebäck mitgegeben werden, das von den anderen Kindern ebenfalls gerne gegessen wird. Bei Ausflügen oder anderen gemeinschaftlichen Mahlzeiten müssen die Betreuer und anderen Eltern über die besondere Situation informiert werden, damit sich bei allen Beteiligten ein natürliches Verhältnis zur Krankheit entwickeln kann und somit möglichem Selbstmitleid entgegengewirkt wird.

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