27.09.18

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Behandlung des unerfüllten Kinderwunsches

Wenn es mit dem Kinderwunsch nicht so recht klappen will, geraten viele Paare in Panik und sind verunsichert. Doch es ist ganz normal, nicht gleich bei den ersten Versuchen schwanger zu werden.

Erst wenn sich nach einem Jahr des ungeschützten, regelmäßigen Geschlechtsverkehrs noch keine Schwangerschaft eingestellt hat wird empfohlen, sich beraten zu lassen und gegebenenfalls eine Kinderwunschklinik aufzusuchen.

Soweit Ursachen für eine mögliche Unfruchtbarkeit bekannt sind, wie z.B. ein höheres Alter der Frau oder eine eher schlechte Spermienqualität des Mannes ist es durchaus sinnvoll, kein ganzes Jahr mit dem Besuch beim Facharzt zu warten. Diagnostische Maßnahmen werden von der Krankenkasse getragen.

Durchschnittlich dauert es vier Jahre, bis Paare sich in eine Kinderwunsch-Behandlung begeben, also eigentlich viel zu lange. Wenn es keine ethischen oder medizinischen Einwände gegen eine Therapie gibt, können Sie und Ihr Partner gemeinsam mit einem Arzt entscheiden, ab wann eine Kinderwunschbehandlung für Sie in Frage kommt. Vorab sollten Sie sich unbedingt bei Ihrer Krankenkasse darüber informieren, welche Kosten übernommen werden.

Welche Behandlungen werden durchgeführt?

Hormontherapie:

Diese Therapie wird bei Frauen eingesetzt, deren Hormonsystem im Ungleichgewicht ist, weswegen der Eisprung gestört ist oder die Eizellen nur schlecht reifen. In vielen Fällen nimmt die Frau dann Clomifen-Tabletten ein, um den Zyklus wieder in ein Gleichgewicht zu bringen. Häufig wird die Hormontherapie zusätzlich zur künstlichen Befruchtung vorbereitend angewendet.

Insemination:

Bei dieser Methode werden die Samen des Mannes im Labor aufbereitet und anschließend in die Gebärmutterhöhle gesetzt. Sie werden dabei möglichst nahe an die Eizelle gebracht.

In-Vitro-Fertilisation (IVF):

IVF ist die künstliche Befruchtung im Reagenzglas, bei der die Eizellen mit dem im Labor aufbereiteten Sperma des Mannes zusammengebracht werden. Nach der Befruchtung werden die Embryonen zurück in die Gebärmutter gesetzt, wo sie sich einnisten müssen. Nur wenn sich der Embryo einnistet und es auch zu einer Schwangerschaft kommt, war die Behandlung erfolgreich.

Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI):

ICSI ist ebenfalls eine Form der künstlichen Befruchtung, bei der das Spermium des Mannes direkt in das Zytoplasma der Eizelle eingespritzt wird. Da die Behandlung relativ seltener scheitert, wird sie meist angewendet, wenn vorangegangene In-Vitro-Fertilisations-Versuche erfolglos geblieben sind.

Wer kann dich zum Thema Kinderwunschklinik beraten?

Ein erster Ansprechpartner ist natürlich Ihr Gynäkologe bzw. Ihre Gynäkologin. Dort erhalten Sie auch grundlegende Informationen darüber, wie gut der Gynäkologe Ihre Erfolgschancen einschätzt.

Sie können auch online nach Kinderwunschkliniken suchen. Die Webseit Fertila z.B. bietet eigens eine Suche für Kinderwunschzentren im Internet. Viele Zentren bieten Informationsabende, wo Sie sich selbst ein Bild machen könnt von Ärzten, Räumlichkeiten usw. Die Auswahl einer Klinik sollte wohlüberlegt sein, und am besten ziehen Sie immer auch den Arzt Ihres Vertrauens mit zu Rate.